1.12.08

Massenentlassungen bei der Bayern LB

Die staatlich geführte Bayern LB wird in den nächsten 5 Jahren 5600 Stellen streichen.

Künftig ruhe das Geschäftsmodell auf den Säulen Mittelstand, Großkunden, gewerbliches Immobiliengeschäft und Privtakunden, hieß es. Weiter im Mittelpunkt stehen soll die Zusammenarbeit mit den Sparkassen, die ihren Anteil an der Bank im Zuge des Umbaus deutlich reduzieren. Das umstrittene Investmentbanking, das der Bayern LB während der Finanzkrise massive Belastungen beschert hatte, soll aufgegeben werden.

Das umstrittene Investmentbanking ist beim “Buhmann der Nation”, Josef Ackermann, weit besser aufgehoben als in staatlich geführten Banken. Die deutsche Bank erzielte, trotz Wirtschaftskrise, auch im letzten Quartal noch einen leichten Gewinn.

3 Kommentare

Das umstrittene Investmentbanking ist beim “Buhmann der Nation”, Josef Ackermann, weit besser aufgehoben als in staatlich geführten Banken. Die deutsche Bank erzielte, trotz Wirtschaftskrise, auch im letzten Quartal noch einen leichten Gewinn.

Wofür er ironischerweise (indirekt) kritisiert wurde. Da macht er mal was richtig, und erntet doch nur Kritik...

ja, man wundert sich schon .. es mag zwar stimmen, daß Ackermann viel Geld kriegt, aber die Ergebnisse, die er liefert, sind seit Jahren gut oder sehr gut. Unter seiner Führung ist die Deutsche Bank klar zum wichtigsten Kreditinstitut Deutschlands geworden.
Haben die Vorstände in den staatlichen Banken, die zwar nicht ganz so viel wie Ackermann, aber immer noch ein Heidengeld bekommen, da irgendwas Vergleichbares vorzuweisen?
Mir nicht bekannt! Stattdessen hört man wie bei der Bayern LB oder bei der kfw von Verlusten im 3-stelligen Millionen- bis Milliardenbereich - für die der Steuerzahler dann aufkommen muß!

Wie Bayern da seine Ausgaben im Bildungsbereich erhöhen will, auch um den verlorenen Spitzenplatz bei PISA wieder wettzumachen, ist mir ein absolutes Rätsel!

Der Gedankengang mit den vielen Geld läuft meistens darauf hinaus, dass behauptet wird, Spitzenmanager täten nix und würden doch viel zu viel Geld kriegen. An sich ja nicht falsch - falls jemand wirklich nix tut (den Eindruck erhält man bei manchen Managern durchaus). Die Forderung Geld nur für Leistung ist ja nicht falsch.
Aber das ist bei Ackermann offensichtlich nicht der Fall; naja, aber als Manager ist er halt das Feindbild überhaupt.

Die Ironie ist ja, dass ausgerechnet staatliche Banken das getan haben, was man sonst privaten Banken vorwirft, nämlich ohne nachzudenken faule Kredite aufgenommen haben, nur, um sich zu bereichern, und damit die ganze Wirtschaft bedroht haben. Daraus allerdings abzuleiten, dass staatliche Banken generell schlecht sind (wie man immer öfter hört), halte ich für ähnlich falsch wie das "Managerbashing". Beides pauschalisiert wo es nicht angebracht ist.

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