Die EU verlangt von Polen, “mehr für das Klima zu tun”. Diesem Wunsch wird Polen wohl nachkommen, aber wahrscheinlich nicht, wie sich viele professionelle “Klimaschützer” das vorstellen, nämlich mit Atomkraftwerken - das ist aber im Rahmen des Klimagipfels in Posen nur die Spitze des Eisberges.
Von “entschiedenem und soforigem Handeln”, das die “Erderwärmung auf zwei Grad begrenzen” soll, ist die Rede. Nun ist entschiedenes Handeln in Europa meist mit einer großflächigen und grenzenlosen Umverteilung von finanziellen Mitteln gleichzusetzen. Auch hier ist das der Fall: Nicht bloß der polnische Staat, sondern auch der Steuerzahler in Westeuropa wird für polnische Atomkraftwerke mit einem neu geschaffenen “CO2-Soli” kräftig in die Tasche greifen dürfen. EU-Fördermittel für die polnische Wirtschaft waren in der Vergangenheit sicher notwendig und werden es auch weiter bleiben. Auch die deutsche Wirtschaft profitiert von einer Konjunkturbelebung in Polen. Aber hier profitiert nicht so sehr die polnische Wirtschaft, sondern laut Tagesspiegel die veralteten polnischen Kohlekraftwerke, die besonders viel Kohlendioxid (CO2) ausstoßen.
Indes zeigt der von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Atomausstieg in Deutschland beispielhaft, wie man mit einer ideologisch ständig angefachten Hysterie, einen prosperierenden Industriezweig systematisch klein kriegt. Deutsche Konzerne werden nach einem Bericht der Berliner Umschau beim Bau polnischer Atomkraftwerke außen vor bleiben.
Wen wundert es da noch, wenn in Gesprächen mit Atomphysikern aus Deutschland, häufig von einer Auswanderung nach Frankreich die Rede ist, weil sie dort “mehr Zukunft” haben.

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