11.11.08

Von Grünen, Castortransporten und gesellschaftlichem Frieden

“Alle Jahre wieder, kommt…” der Castortransport nach Gorleben, und alle Jahre wieder wiederholt sich ein mehr oder weniger identisches Ritual.

Nach Ankündigung eines solchen Transportes wird sofort die Empörungsmaschinerie angeworfen, wohl instrumentiert durch die Grünen. (Auf die Frage “wohin” mit den abgebrannten Stäben gibt es nie eine Antwort). Spätestens am Grenzübergang Frankreich / Deutschland gibt es die ersten, nicht gewaltlosen Aktionen (warum eigentlich nicht in Frankreich?). Danach rollt der Zug relativ ungestört durch die Republik, bis unser schönes Wendland in Niedersachsen erreicht ist. Dort hat sich alles versammelt, was gewaltbereit oder auch nicht ist, wissend, dass die Brennstäbe im Zwischenlager Gorleben ankommen werden.

So weit, so gut. Das Ganze könnte mittlerweile als periodisch wiederkehrender, teurer Unfug abgetan werden, wenn es da nicht die Grünen und große Teile der SPD gäbe. Bei diesen Institutionen wiederholt sich nämlich auch ein ständig wiederkehrendes Ritual. Frau C. Roth fordert “Demonstrationsfreiheit” ein (was auch immer sie darunter verstehen mag), Herr C. Özdemir faselt vom “gesellschaftlichem Frieden” (siehe FAZ), Koalitionsbedingungen und, das darf nie fehlen, von “bedingungsloser Bedienung der Interessen der Atomlobby”. Herr Gabriel hingegen zögert seit langem die Entscheidung über den Standort eines Endlagers hinaus (na warte, wahrscheinlich wird dieses in deinem Wahlkreis errichtet, in Form von Schacht Konrad). Die Frage sei nunmehr erlaubt: welche Lobby bedienen eigentlich Grüne und SPD? Sektierer, unfähig zu einer rationalen politischen Auseinandersetzung, aber potentielle Wähler dieser Parteien? Die Gewaltbereite wohlwollend unter sich dulden, keinerlei Bemühen zeigen, diese von ihren Demonstrationen fernzuhalten? Und das nennt man dann neuerdings “gesellschaftlichen Frieden”?

Setzen, Özdemir, Gabriel, ungenügend.

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