23.11.08

Und noch eine Friedensnobelpreisträgerin für Gaza

Im Kongo kamen im letzten Jahrzehnt 4 Millionen Menschen gewaltsam zu Tode. Kindersoldaten werden dort mit Drogen gefügig gemacht, die schlimmsten Grausamkeiten werden momentan dort begangen. Auch in Darfur ist das genozidäre Morden nicht gestoppt.

Da ist doch zu erwarten, dass Friedensnobelpreisträger sich gerade zu diesen Konflikten laut äussern und Menschenrechtsverletzungen anprangern, die Strassen in Darfur müssten geradezu mit FriedensnobelpreisträgerInnen gepflastert sein.

Mairead Corrigan Maguire sieht das anders. Darfur und Kongo sind vergessen, ihr fast schon krankhafter Fokus auf den Staat Israel vernebelt ihr den Blick für die Realitäten. So verlangt sie seit neuestem den Ausschluss Israels aus der UN, als Strafe für die Belagerung des Gazastreifens.

Da kann auch die UN selbst nicht im Abseits stehen. Sie zeigt am morgigen Montag, dem Internationalen Tag der Solidarität mit den Palästinensern, Flagge mit der öffentlichen Präsentation des Films La Terre Parle Arabe (The Land Speaks Arabic). Juden werden quasi als Nachfolger der Nazis dargestellt, schreibt der Blog Yourish.com. Diese Einschätzung des Films dürfte zutreffen.

1 Kommentar

Ist der Tag der "Hoch die internationale Solidarität" mit den Palästinensern nicht am 29. November?

Was die Maguire angeht, der dürfte das einfach zu unbequem und zu gefährlich sein, die "genozidalen" Vorgänge in Darfur und Kongo in Augenschein zu nehmen. Am besten geeignet für Friedensaktivisten ist daher ein israelisches Touristenhotel der gehobenen Klasse an der Mittelmeerküste und tagsüber demonstrieren gehen in die Palästinensergebiete. Aber bei Vollverpflegung, mit Fahrdienst und persönlicher Sicherheitsgarantie, bitte!

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