In der Diskussion um die Zukunft von Opel entstand in den Medien in den letzten Tagen der Eindruck, dass der in Bedrängnis geratene Automobilkonzern General Motors das deutsche Unternehmen Opel finanziell “aussaugen” würde. Bodo Ramelow von der Linkspartei forderte gar, Opel möglichst schnell von GM loszueisen und durch Finanzspritzen der Länder zu retten.
Es ist aber mehr als zweifelhaft, ob Opel durch Missmanagement bei GM in Bedrängnis geriet. Beim Blog weissgarnix hat man sich die Jahresabschlüsse von 2006 und 2007 angeschaut und festgestellt, dass Opel damals schon tief in den roten Zahlen war - und durch, wie der Spiegel vor einem halben Jahr schrieb, Finanzspritzen des Mutterkonzers GM über Wasser gehalten wurde.
Freilich wäre das Ende von Opel desaströs, 100 000 Menschen wären arbeitslos - allerdings erscheinen die Rufe mancher Politiker nach einer schnellen und bedingungslosen Rettung von Opel durch den Staat angesichts dieser Faktenlage als blanker Populismus. Wenn dieses Unternehmen seit Jahren in privater Hand rote Zahlen schreibt, so wäre es noch weniger zu erwarten, dass ausgerechnet der Staat dieses Unternehmen wieder zur Gesundung führt.

Aber auch vor einigen Jahren war Opel ja schon tief mit GM verknüpft. Da Schuldzuweisungen differenziert anfertigen zu können, ist glaube ich doch eher unmöglich. Nun ist Opel ja aber ein wneig aus dem GM Konzern herausgelöst, da wird man sehen, ob man nun zu alter Stärke wiederfinden kann. Ich glaube eher nicht daran...
Da fragt man sich doch wirklich wo das ganze Geld geblieben ist. Man kann jetzt nur hoffen, dass jeder das Beste aus der Situation macht und daran interessiert ist, hier Arbeitsplätze längerfristig zu halten.