7.11.08

Kupfereinsatz im ökologischen Anbau

Wer beim Anbau von Obst und Wein bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht einsetzt und andere staatliche Richtlinien beachtet, darf seine Ernte als “bio” oder “ökologisch” verkaufen. Kennzeichnend für “nachhaltige” Landwirtschaft sollte sein, dass der Boden dabei weder durch die Bearbeitung von schwerem Gerät langsam unbrauchbar wird noch durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln allzu stark leidet. Dass es im Obst- und Weinanbau nicht ohne Pflanzenschutzmittel geht, wissen auch zertifizierte Biobauern. Nun sind die Regeln für Bioanbau so, dass sie auf konventionelle chemische Pflanzenschutzmittel verzichten müssen, weswegen sie auf ein biologisch nicht abbaubares Mittel zurückgreifen müssen: Kupfer.

Doch dies ist biologisch auf Dauer vermutlich verheerender, denn Kupfer ist bei Mikroorganismen sehr toxisch, für den Menschen dagegen in geringen Mengen unbedenklich. Die Folge ist, dass der Boden bei längerfristiger Bearbeitung mit Kupfer verseucht ist, Mikroorganismen sterben ab, der Boden hört irgendwann auf zu leben. Trotzdem ist es eben “bio”. Mit dieser Problematik beschäftigte sich neulich der Hessische Rundfunk - hier das Video:

(via klimakatastrophe)

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