Die Grünen sind also bereit, landesweit zu demonstrieren, sollte am Atomausstieg seitens der FDP und CDU “gerüttelt” werden. Auch an einem “Lagerwahlkampf” 2009 sei ihnen gelegen. Bei soviel emotionsheischendem Protest wird aber irgendwann die Stunde kommen, wo sie zumindest einem Teil ihrer Wähler erklären müssen, wie denn ihr energiepolitisches Konzept eigentlich aussieht.
Werden sie die Subventionierung von Solarenergie intensivieren (ein kaum bekanntes Kapitel ist übrigens der erhebliche Energiebedarf bei der Herstellung von Solarzellen), die sich bereits jetzt schon deutlich in den Stromrechnungen bemerkbar macht? Welcher Energieträger darf es denn bei einer Abschaltung von Atomkraftwerken für die Bereitstellung der Grundlast im elektrischen Netz bitte sein? Etwa die so “klima-schädliche” Kohle?
Fest steht, dass die Strompreise in den letzten Jahren massiv angezogen haben. Die Finanz- und Wirtschaftskrise lässt die Energiepreise momentan zwar leicht stagnieren, da durch zurückgehenden Konsum auch der Energiebedarf in der Produktion aufgrund schwacher Auftragslage zurückgeht. Sobald die Wirtschaft aber wieder anzieht, wird auch der Energiebedarf wieder steigen und somit die Preise.
Weiterhin gilt mittel- bis langfristig, dass in Deutschland auf einen der beiden Energieträger, Kohle- oder Atomenergie, nicht verzichtet werden kann. Wären die Grünen wirklich an wirtschaftlich vertretbaren Strompreisen interessiert, würden sie entweder vom Antiatom- oder Antikohlekurs, im Rahmen der Klimadiskussion um CO2-Emission, abrücken.
Wer aber wie die Grünen seit über 20 Jahren den Atomausstieg propagiert und gleichzeitig Kohlekraftwerke bekämpft, dem muss man unterstellen, Rentner, die sich aufgrund gestiegener Energiekosten die Heizung nicht mehr leisten können, in ihren Wohnungen erfrieren zu lassen. Die Erfüllung ökoplanwirtschaftlicher Ziele und die Aufrechterhaltung eines geschlossenen Identifikationsmerkmals ist der in den linken Zeitungen für ihren teils gewalttätigen und randalierenden Widerstand teilweise unverhohlen gefeierten grünen Jugend wichtiger als das - manchmal durchaus auch leibliche - Wohl ihrer Mitmenschen. Es stellt sich da die Frage, ob FDP und Union vielleicht nicht ebenso die Menschen, die die Nase von zynischen Ökofundamentalisten gestrichen voll haben, mobilisieren sollten.

Auch mir ist unverständlich, dass gerade Parteien, die sich sozial geben und den Naturschutz betonen, die Kernenergie ablehnen, ohne sie auf absehbare Zeit ersetzen zu können.
Wie wäre es mit einer Verlinkung unserer Beiträge zum Zhema
Gruß
C.A. neinens