Zugegeben, bei den seitenfüllenden Meldungen über Papiere, welche Banken, vornehmlich deren Investmentberater, dem gläubigen Kunden als “werthaltig” massenweise verkauft haben und deren Auflösung in das “Nichts”, ist der Vorgang um die Genehmigung des Hamburger Kohlekraftwerks durch die grüne Umweltsenatorin schnell in der Versenkung verschwunden. Verständlich, aber beide Ereignisse passen gut zusammen.
Was ist passiert: in Hamburg gaukelt eine Partei, hier wie üblich die “Grünen”, dem gläubigen Wähler vor, dass die Energie aus der Steckdose kommt, dass Kohlekraftwerke überflüssig wie Bauchweh und umweltschädlich sind, und Windräder alle Energieprobleme lösen werden. “Nur über unsere Leiche” verkündet diese Partei im Wahlkampf. Nun darf der staunende Wähler die Leichenhalle betreten, sieht dort zwar keine grüne Leiche, dafür aber bitterernste PolitikerInnen, die von “Gesetzestreue”, vulgo Geld faseln. Bei der Ypsilanti hört sich das ähnlich an.
Dort, auf den Börsen weltweit, oder in feinen Kreditinstituten, edel und teuer eingerichtet, verkündete die Internationale der Neoliberalen die wundersame Vermehrung des Reichtums durch Papier. Auch dort gab es “Wähler”, die gierig glaubten, tatsächliche Werte einsetzten und nichts bekommen werden. Die Verkünder dieses Glaubens sieht man nun als Arbeitslose auf den Straßen (“übernehme jeden Job”, mancher nimmt sich gleich das Leben), oder als armselige Bettler vor den Regierungskanzleien, Almosen erflehend. Bis vor Kurzem hörte sich das völlig anders an.
Fazit: die “normative Kraft des Faktischen” hat uns alle wieder fest im Griff. Es gibt weder eine wundersame Energieerzeugung oder Reichtumsvermehrung. Alles hat seinen Preis. Diese Vorstellung ist bei etlichen in letzter Zeit abhanden gekommen. Schluss damit, das Kapitel dürfen wir hoffentlich abhaken.

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