30.10.08

Schließung des Flughafens Berlin Tempelhof wirtschaftsfeindlich

Zur Schließung des Flughafens Berlin Tempelhof geht Springer-Chef Matthias Döpfner in einem Leitartikel hart mit dem Berliner Senat und der Bundesregierung ins Gericht, der die Entscheidung “wirtschaftsfeindlich und geschichtsvergessen” nennt:

Tempelhof.JPGInternational wird diese Entwicklung verständnislos registriert. Verwundert fragt man sich anderswo: Warum schadet die deutsche Hauptstadt sich freiwillig, warum wuchert man nicht mit einem Pfund, das die Stadt als Unternehmensstandort und Magnet für Investoren interessant machen würde?

Der Grund dafür ist einfach: Es gibt in Berlin offensichtlich Politiker, die an einem wirtschaftlichen Aufschwung gar kein Interesse haben. In keiner Großstadt Deutschlands gibt es so viele Sozialtransferempfänger wie in Berlin. Die rot-rote-Regierung ist eine Umverteilungsmaschine und Garant für üppig sprudelnde Sozialleistungen an die Staatsabhängigen. Die Transferempfänger sind des Bürgermeisters treueste Klientel. Deshalb lautet die zynische Berliner Rechnung: Jeder neue Arbeitsplatz kostet Wähler.

Doch die Bundesregierung hätte hier ein Machtwort sprechen können und die Verantwortung für Tempelhof übernehmen können, aber das war ihr im gegenwärtigen christsozialistischen Großkuschelklima wohl zu riskant.

Den ersten Passagierflughafen der Welt konnten weder Nazis noch Kommunisten erledigen. Eine Koalition aus Mittelmaß und Mutlosigkeit hat es jetzt geschafft. Der Trümmerhaufen Tempelhof reicht weit über die Grenzen der Landebahn hinaus.

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