27.10.08

Schachweltmeisterschaft - Schafft Kramnik ein Wunder?

Vladimir Kramnik kam heute in der 10. Partie zum ersten Sieg in dem auf 12 Partien angesetzten Match mit Viswanathan Anand. Da Anand bereits zuvor 3 mal gewonnen hatte, genügt ihm ein Unentschieden in den beiden verbleibenden Partien, um das Duell zu gewinnen.

Heute jedoch konnte Kramnik seine manchmal kaum begreifbare Fähigkeit, positionelle Schwächen in der gegnerischen Stellung auszunutzen, zur Geltung bringen. Kramnik gelang es, Anands Position so zu verstellen, dass sie innerhalb von 5 Zügen (!) zu zerfallen begann und Anand aufgab. Etwas, was bei Spielern dieses Niveaus äußerst selten vorkommt.

Die ganze Partie mit kurzen Kommentaren auf Englisch ist hier verfügbar. Für Schachfans sind auch noch die sehr spezifischen Kommentare der Kontrahenten auf der Pressekonferenz nach der Partie interessant:

Auch das noch: In der heutigen Partie wurde nach 22 Zügen die selbe Position erzielt wie in einer Partie des norwegischen Supertalents Magnus Carlsen vom letzten Jahr nach 21 Zügen.

Jetzt kommentieren

Aktuelle Artikel

Schließen