Ein treffendes Interview mit Herrn Polt steht in der heutigen FAZ. Zwei Auszüge daraus werden vorgestellt:
FAZ: Zum Neubeginn in Bayern gesellt sich der Untergang der Finanzmärkte. Das passt ja wieder.
Der Wunsch zu spekulieren ist im Menschen drin. Der Ablasshandel ist auch eine Art Spekulation gewesen - eine Spekulation auf schon begangene Sünden und auf zukünftige. Wenn man richtig einsteigt, bekommt man im Jenseits einen guten Platz. Aber wenn man für die falschen Sünden gezahlt hat und den falschen Ablass gewählt hat? Das scheint mir ein schönes Beispiel zu sein für das, was heute passiert: Der Ablasskäufer hofft auf Gewinn im Himmel.
Tja, und dann kam der Luther. Die Fragen stellen sich nur: Wer wird der Luther der Finanzmärkte? Wird er (Teil)Erfolg haben? Wird es dann besser?
FAZ: Den Bezug zum Diesseits haben viele Banker offenbar längst verloren.
Die gehen in keine Wirtshäuser, die spielen nicht Karten, die sind nirgendwo zu finden. Beim Oktoberfest würden sie in einer Box sitzen. Die wirkliche Welt kennen die gar nicht. Deswegen sagt man ja auch: ein Va-Bank-Spiel.

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