“Der Bundespräsident muss die Seele seines Volkes ausdrücken können” antwortet der Schauspieler Peter Sodann in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung auf die Frage, was ein Bundespräsident unbedingt können müsse. Und Peter Sodann weiß freilich auch, wie man die Volksseele ausdrückt: So möchte er z.B. den Chef der Deutschen Bank, wäre er “Polizeikommissar von Deutschland”, gleich verhaften lassen. Peter Sodann beweist auch viel Sinn für deutsche Tugenden wie Ordnung: “Wenn es in einem Land einen einzigen Menschen gibt, der Angst hat, ein Kind zu zeugen oder der aus gesellschaftlichen Ereignissen freiwillig aus dem Leben tritt, dann ist dies Land nicht in Ordnung”.
Nun, mag sich der Leser fragen, welches Land denn in der Weltgeschichte nach dieser Vorgabe jemals in Ordnung gewesen sei. Vielleicht etwa die DDR, die er nicht wiederhaben, sich aber auch nicht nehmen lassen will? Peter Sodann jedenfalls scheint sie noch zu haben, die DDR.
Aber Peter Sodann ist ein durchaus zukunftsgewandter Mann, denn er “wäre als Bundespräsident unbedingt hinterher, dass Bildung und Kultur die oberste Priorität haben”, um dann auch noch tiefgründiges Geschichtsverständnis zu beweisen: “Alles, was der Kulturentwicklung in irgendeiner Weise hilft, arbeitet gegen den Krieg.”
Als betender Kommunist hofft er für die Zukunft, dass “etwas im Westen geschieht, was wir im Osten schon durchhaben”. Wir hoffen freilich, all das möge uns erspart bleiben, damit er auch in Zukunft noch ausgiebig Gelegenheit haben kann, mit Norbert Blüm Kabarett zu machen.

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