15.10.08

Autoindustrie sucht verzweifelt Ingenieure

Das berichtet die Aachener Zeitung. Hauptgrund für den hohen Bedarf an Fachkräften und Experten sei vor allem der Innovationsdruck, bei dem die Autobauer gezwungen sind, verbrauchsärmere Modelle auf den Markt zu bringen. So bestehe laut Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen, großer Nachholbedarf im Bereich umweltfreundlicher Fahrzeuge: “Das Know-How ist in Japan und Korea.” In Deutschland gebe es bei Herstellern und Zulieferindustrie nur in Ansätzen Forschung zu den neuen Technologien wie etwa Batterien für Elektroautos. Auch in Zukunft werde es mehr Bedarf an Fachkräften in der Entwicklung und Forschung geben. “Die Arbeitsplätze in der Produktion werden hingegen von derzeit rund 750.000 um etwa 100.000 zurückgehen.”

Auf den Fachkräftebedarf in der Automobilbranche ist man sogar schon in Rumänien aufmerksam geworden.

2 Kommentare

Ähnliche Sprüche wie oben konnte der angehende Ingenieur schon vor 50 Jahren hören. "Ein abgeschlossenes Examen ist noch keine Garantie für einen guten Job" - wer hätte das je gedacht!
Da sollte sich die Industrie schleunigst an die eigene Nase fassen. Wer hat denn massenweise Ingenieure im stolzen Alter von 50 Jahren mit "goldenem Handschlag" und auf Kosten des Steuerzahlers in den "vorzeitigen" Ruhestand versetzt, Entwicklungsbereiche eingestellt, und vom "Blaupausenimport" aus Indien geschwärmt? Dass nebenbei dadurch das Ingenieursstudium (gleich welcher Fachrichtung) für 20 Jahre diskreditiert wurde, darf dabei nicht unerwähnt bleiben.
Nun geht das Gejaule los. Ein Professor aus Gelsenkirchen wirds verstehen: "selbst in Schuld".

Alles fake. Das Know-How ist auch in China.

Jetzt kommentieren

Aktuelle Artikel

Schließen