Die Printausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet von scharfen Attacken der Grünen gegen die CDU, weil sie den Antisemitismus-Antrag zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht im Bundestag nicht zusammen mit der Linkspartei unterschreiben möchte. Die Abgeordneten der Union begründeten das in erster Linie mit antiisraelischen Traditionen in der DDR, erwähnten aber den Antizionismus, der in der Linkspartei auch heute noch virulent ist nur am Rande.
Renate Künast ficht das alles nicht an. Sie stört weder der Antizionismus der Linkspartei noch die Tatsache, dass die Linkspartei sich bis heute nicht von dem Abgeordneten Prof. Hakki Keskin distanziert, der von der Propaganda der Diasporaarmenier spricht, wenn der Völkermord an den Armeniern zur Sprache gebracht wird. Lieber wirft Frau Künast im Zusammenhang mit den mehr als berechtigten Einwänden der Union, die mit den frömmelnden Erklärungen von Sympathisanten des heutigen Vernichtungsantisemitismus und von Völkermordleugnern nichts zu tun haben will, eine, so wortwörtlich, Relativierung des Holocausts vor.

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