1.07.08

Endlich wieder eine Betroffenheitsarie

… diesmal abgesungen von der “SPD-nahen” Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Was bislang weder gewusst noch geahnt wurde, endlich wird es offenbart: der pöhse Bürger beurteilt seine persönlichen Interessen nach Kassenlage. Unvorstellbar! Demokratie, Menschenrechte, Freiheit, Gerechtigkeitslücken, alle diese hehren Begriffe werden via Blick ins Portemonnaie definiert und entschieden? Seltsam, irgendwie hat sich diese Betroffenheit von der “SPD-nahen” Stiftung noch nicht auf die brötchengebenden Mutterpartei übertragen: vor Wahlen tut sie sich besonders hervor, auf die “ungerechte” Verteilung der Geldbeutelgewichte hinzuweisen. Aber gottlob, mögliche Abhilfe ist in Sicht: die direkte Demokratie. Hier wird der Bürger nach Absingen des Liedes “Brüder, zur Sonne, zur Freiheit” erwiesenermaßen keinen scheelen Blick mehr in das Interieur seines Mammonbehälters werfen, und freiheitlich, demokratisch über Umverteilung und Altersteilzeit ab 30 abstimmen.

Wir sind doch alle ein einig Volk von BrüderInnen, claro?

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