17.07.08

Der teure Sieg der Hisbollah

Libanons Präsident Michel Sleiman und Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah feiern die Freilassung des Terroristen Samir Kuntars und vier weiterer libanesischer Hisbollahkämpfer aus israelischer Haft als neuen und grossen Sieg der Hisbollah und des Libanon über Israel. In Wahrheit hat der Überfall der Hisbollah auf israelisches Gebiet und die Entführung und Ermordung der zwei israelischen Soldaten Regev und Goldwasser im Jahr 2006 zu einer schlimmen Niederlage geführt.

Now Lebanon bringt Zahlen zu einem am Boden liegenden Land und zu den Ergebnissen eines von der Hisbollah provozierten Krieges:

(via Blacksmiths of Lebanon)

1 Kommentar

Da darf sich jetzt jeder seinen Teil zu denken...

Der Präsident des Libanons will natürlich so tun, als hätt er nen Sieg heimgefahrn - tut sich halt gut, uind dann noch zusammen mit dem Hisbollah Chef...Perfekt, dann hat man eine symbolische Geste, um Stabilität und Stärke zu demonstrieren, die man ja so dringend nötig hätte.
Gleichzeitig muss man ja dadurch auch nicht allzuhart gegen Israel "vorgehen" (*hust*) - immerhin hat man Israel ja "vertrieben".

Aber allein schon die Menge an durch Streubomben verminten Landes erschreckt mich ehrlich gesagt, auch wenn ich die ungefähren Ausmaßen des Schadens bereits kannte...

Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass sowohl die Hisbollah, als auch Israel Streubomben eingesetzt haben; man darf aber auicvh nicht vergessen, dass der Großteil der Streubomben von Israel eingesetzt wurde. Und das, obwohl Streubomben in erster Linie bei konventioneller Kriegsführung wirksam sind, und nicht bei einem Guerrillakrieg - sie wirkt fast nur gegen die zivilbevölkerung.
Ach, und Deutschland ist nicht nur einer der größten Produzenten, es wollte auch ein Verbot möglichst geschickt und subtil verhindern, ohne sich gleich komplett quer zu stellen...

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