Das Institut Allensbach (Frau Prof. Köcher) legte kürzlich eine Untersuchung vor, aus der hervorgeht, warum es für die CDU schwierig, wenn nicht gar unmöglich ist, die 40% - Wählermarke zu knacken. Die hierfür angeführten Begründungen sind vielfältig, teilweise auch bekannt: schwindende “Milieubindungen”, Überalterung, Wahlverhalten in den neuen Bundesländern, geringe Attraktivität bei Jungwählern, Wahlabstinenz uvam.. Für die Volkspartei CDU kann es kaum ein Trost sein, dass es anderen Parteien nicht besser geht. Prof. Köcher hat jedoch einen Trost, eine Aufgabe für die CDU bereit:
“Die Herausforderung für die CDU liegt in der Entwicklung eines Konservativismus, der als modern und zukunftsweisend empfunden wird, als Verbindung aus Prinzipientreue und Weltoffenheit, aus Beständigkeit, welche die ständige Erneuerung mit einschließt. Bei den Wählern unter 40 Jahren ist - gerade wegen der Altersanmutung auch der anderen Parteien - viel an Boden neu zu gewinnen.”
Nur hat Prof. Köcher leider für die CDU nicht definiert, was unter einem “modernen und zukunftsweisenden Konservativismus”, einer “Verbindung aus Prinzipientreu und Weltoffenheit…” etc., zu verstehen sei. Ist das Klimaschutz plus Kernkraft? Oder müssen die Gewichte im Dreieck “Nationalstaat - Europa - Welt” neu verteilt werden? Wie sieht eine zukunftsweisende Bildungspolitik aus? Fragen über Fragen, die von einer (neu)konservativen Volkspartei dringend angegangen werden müssen, will sie denn Volkspartei bleiben. Wir dürfen gespannt sein.

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