Aktuelle Artikel

Der WELT ist die alljährliche Leistungsdrosselung bei Atom- und Kohlekraftwerken im Sommer ein langer Artikel wert.

Kern- und Kohlekraftwerke, aber auch Sonnenwärmekraftwerke, wandeln Wärmeenergie mittels Dampfturbinen in elektrische Energie. Für den Betrieb der Dampfturbinen wrid beständig kühles Wasser gebraucht, das aus Flüssen entnommen wird. Dieses wird dann im Rahmen des Dampfkraftprozesses wärmer an den jeweiligen Fluss zurückgeleitet. Im Sommer werden Flüsse so warm, dass das zusätzliche lokale Einleiten von Heißwasser für Fische und andere Tiere für ein paar Wochen im Jahr bedrohlich werden kann. Deswegen werden Temperaturgrenzwerte gesetzt, für deren Einhaltung die Leistung von Atom- und Kohlekraftwerken etwas heruntergefahren werden muss.

In dem von der WELT vorgestellten Kraftwerk geht es um das AKW Brokdorf (1400 MW Leistung), das um 50 MW gedrosselt werden soll. Nicht viel möchte man meinen, aber viel genug, um den deutsch-pawloschen “Anti-Atom”-Reflex Seiten im Kommentarbereich füllen zu lassen.

Oder die fortschreitende Infantilisierung von Politik?

Berichtet die WELT. Nun würde der Abbau von solchen Vorkommen aber politische Stabilität voraussetzen. Der Wille in Afghanistan und in der übrigen Welt, mit den Taliban fertig zu werden, könnte sich vielleicht bald deutlich bemerkbar machen. Würde der Kapitalismus in den nächsten Jahren hier am Ende Menschenrechten zur Geltung verhelfen?

Das Europaparlament vergibt seit einigen Jahren Preise für hervorragende journalistische Arbeiten über EU und europäische Einigung. Die Aufgabe der Journalisten, sei es dabei, die Arbeit der EU zu vermitteln und sie der Öffentlichkeit zu erklären. Ob es auch Preise für Kritik an der Intransparenz von EU-Institutionen gibt, bleibt bis auf weiteres unklar.

oder die Ölpest als Hollywood-Epos

Der Sozialismus in Hinsicht auf seine Mittel. - Der Sozialismus ist der phantastische jüngere Bruder des fast abgelebten Despotismus, den er beerben will; seine Bestrebungen sind also im tiefsten Verstande reaktionär. Denn er begehrt eine Fülle der Staatsgewalt, wie sie nur je der Despotismus gehabt hat, ja er überbietet alles Vergangene dadurch, daß er die förmliche Vernichtung des Individuums anstrebt: als welches ihm wie ein unberechtigter Luxus der Natur vorkommt und durch ihn in ein zweckmäßiges Organ des Gemeinwesens umgebessert werden soll. Seiner Verwandtschaft wegen erscheint er immer in der Nähe aller exzessiven Machtentfaltungen, wie der alte typische Sozialist Plato am Hofe des sizilischen Tyrannen; er wünscht (und befördert unter Umständen) den cäsarischen Gewaltstaat dieses Jahrhunderts, weil er, wie gesagt, sein Erbe werden möchte. Aber selbst diese Erbschaft würde für seine Zwecke nicht ausreichen, er braucht die alleruntertänigste Niederwerfung aller Bürger vor dem unbedingten Staat, [684] wie niemals etwas Gleiches existiert hat; und da er nicht einmal auf die alte religiöse Pietät gegen den Staat mehr rechnen darf, vielmehr an deren Beseitigung unwillkürlich fortwährend arbeiten muß - nämlich weil er an der Beseitigung aller bestehenden Staaten arbeitet -, so kann er sich nur auf kurze Zeiten, durch den äußersten Terrorismus, hier und da einmal auf Existenz Hoffnung machen. Deshalb bereitet er sich im stillen zu Schreckensherrschaften vor und treibt den halbgebildeten Massen das Wort »Gerechtigkeit« wie einen Nagel in den Kopf, um sie ihres Verstandes völlig zu berauben (nachdem dieser Verstand schon durch die Halbbildung sehr gelitten hat) und ihnen für das böse Spiel, das sie spielen sollen, ein gutes Gewissen zu schaffen. - Der Sozialismus kann dazu dienen, die Gefahr aller Anhäufungen von Staatsgewalt recht brutal und eindringlich zu lehren und insofern vor dem Staate selbst Mißtrauen einzuflößen. Wenn seine rauhe Stimme in das Feldgeschrei: »so viel Staat wie möglich« einfällt, so wird dieses zunächst dadurch lärmender als je: aber bald dringt auch das entgegengesetzte mit um so größerer Kraft hervor: »so wenig Staat wie möglich«.

Mehr Nietzsche hier

Wörtlich sagte der Bundespräsident:

Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganz regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen.

Preisfrage: Wozu unterhält Frankreich eine Fremdenlegion?

Kommentare

  • ts:

    Als Zyniker muß ich die Schlußfrage entschieden bejahen!...
    1.06.10 1:36 | lesen
  • Paul:

    Preisfrage: Wozu unterhält Frankreich eine Fremdenlegion? Na um ihre weltweiten Interessen zu wahre...
    31.05.10 20:46 | lesen
  • ts:

    "Denn wenn die globalisierte Welt schon nicht mehr bei der Herkunft von Waren und Geld unterscheidet...
    29.05.10 18:19 | lesen
  • Paul:

    Interessanter Standpunkt, mir aber momentan etwas zu unrealistisch, wobei man das sicher genauer unt...
    29.05.10 17:02 | lesen
  • ts:

    Ja, warum sollte man dann, wenn man endlich die Unterscheidung zwischen Inländern und Ausländern abg...
    29.05.10 9:53 | lesen
  • Paul:

    Warum soll man sich denn nur bei der Einwanderungs- und Ausländerpolitik von wirtschaftlichen Gesich...
    28.05.10 23:28 | lesen
  • Dr.-Ing. Carl-August Neinens:

    Auch mir ist unverständlich, dass gerade Parteien, die sich sozial geben und den Naturschutz betonen...
    6.10.09 11:17 | lesen
  • Geronomo:

    Da fragt man sich doch wirklich wo das ganze Geld geblieben ist. Man kann jetzt nur hoffen, dass jed...
    4.06.09 12:47 | lesen
Schließen